Sauvignon Blanc
Sauvignon Blanc, auch Blanc Fume, Sauvignon Jaune, oder Muskat-Sylvaner, ist eine Weißwein-Rebsorte mit ungewisser Herkunft, aber starker Verbreitung. Ihre Abstammung ist unbekannt, aber es handelt sich um eine sehr alte Rebsorte aus Frankreich.
Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay. Sortenrein ergibt sie einen frischen Wein mit eigenwilligen, pikanten Johannis- und Stachelbeeraromen, häufig auch „grünen“ Noten (frisch gemähtes Gras), und einem unnachahmlichen Mineralton mit einer unterstützenden Säurestruktur.
Die europäische Heimat der Rebsorte ist das französische Loiretal; Sancerre und Pouilly-Fumé sind die großen Namen. Sauvignon Blanc ist auch in Bordeaux bedeutend und in vielen anderen Bereichen Europas, wie in Italien im Veneto und Friaul, in Slowenien, aber auch in Spanien, Serbien, Kroatien, Ungarn und den meisten anderen osteuropäischen Staaten.
DNA-Analysen zeigten 1997, dass die bekannte Rebsorte Cabernet Sauvignon aus einer vermutlich natürlichen Kreuzung aus Sauvignon Blanc und Cabernet Franc entstand.
Die Rebsorte Tocai Friulano, die auch die Synonmnamen Sauvignonasse oder Sauvignon Vert trägt, wurde in der Vergangenheit häufig mit dem Sauvignon Blanc verwechselt. So war noch Anfang der 1990er Jahre ein Großteil der chilenischen Sauvignon-Weine in Wirklichkeit Tocai-Friulano-Weine.
Mutationen des Sauvignon Blanc sind die Sorten Sauvignon Gris oder Sauvignon Rose, Sauvignon Noir und Sauvignon Violet.
Die typische Aromatik der Sauvignon-Blanc-Weine ruht auf einer schwefeligen Verbindung, die an Ginster erinnert. Oft wird bei Verkostung einen Geruch jedoch beschrieben, das an frisch angezündete Streichhölzer denken lässt. Ursache ist im allgemeinen die zu starke Schwefelung der Weine und selten der Feuerstein-Gehalt im Boden.
Der Sauvignon Blanc treibt relativ spät aus (ca. eine Woche nach dem Silvaner). Dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Der Blütezeitpunkt liegt ebenfalls spät. Der Sauvignon Blanc reift ca. 20 bis 25 Tage nach dem Gutedel. Die Sorte hat einen sehr kräftigen Wuchs. Der Ertrag ist jedoch durch starke Verrieselung eingeschränkt, und liegt bei maximal 60 - 70 Hektolitern / Hektar.
Gegenüber dem Echten und Falschen Mehltau ist sie mittelmäßig anfällig. Sie neigt darüber hinaus zum Befall mit Black-Rot und Rohfäule.
Den Sauvignon Blanc zeichnet eine noch mittelgute Holzreife bei entsprechender mäßiger Winterfrosthärte aus.
Quelle:Wikipedia