Morio Muskat

Morio-Muskat ist eine weiße Rebsorte. Sie entstand laut Angaben des Züchters aus einer Kreuzung von Silvaner und Weißburgunder; diese Angabe wurde jedoch angezweifelt. Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1928 durch Peter Morio (1887-1960) am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen. Sortenschutz wurde 1956 erteilt und seit 1982 ist sie als "freie" Sorte in die Sortenlisten eingetragen.

Sie ist für die Anbaugebiete Baden, Nahe, Franken, Rheinhessen und Pfalz klassifiziert. Im Jahr 1988 waren in Deutschland noch 2242 ha Fläche mit Morio-Muskat bestockt. Aufgrund seines begrenzten Anbauwertes nimmt die Anbaufläche jedoch kontinuierlich ab. Im Jahr 2001 waren nur noch 905 Hektar Rebfläche ausgewiesen und im Jahr 2006 belief sich die Fläche auf nur noch 541 Hektar .[1] Kleinere Rebflächen sind in Österreich, in der Schweiz, in Südafrika und in Kanada bekannt.

Die Rebsorte liefert einen Wein mit kräftigem Geschmack und ausgeprägtem Muskat-Bouquet, sie war aber laut Morio nicht mit der Rebsorte Muskateller verwandt. Es erschien jedoch unwahrscheinlich, daß aus einer Kreuzung zweier recht neutraler Sorten eine Aromasorte entsteht. Daher wird die Kreuzung mit Silvaner x Gelber Muskateller angegeben.

Quelle:Wikipedia